Wow, was war das für ein Konzert! Es war fantastisch, bombastisch, einfach grandios. Und dass es ein besonderes wird, zeigte sich schon vor dem Konzert. Weil es unser 50jähriges Jubiläum war, haben wir schon mit ein bisschen mehr Publikum gerechnet und deshalb mehr Stühle als üblich aufgestellt. Aber das hat nicht gereicht. Schon eine halbe Stunde vor dem Konzert mussten weitere Stühle herbeigeschafft werden, damit auch alle einen Sitzplatz ergattern konnten. Ein Danke an dieser Stelle an die Hauswarte der Stadthalle Fürstenfeld.
Mit „Musik ist Trumpf“ haben wir diesen besonderen Abend genauso eröffnet, wie anno dazumal vor 50 Jahren das allererste „Morino“-Konzert. So schnell es klingt, so schnell ist es auch zu spielen. Die Finger müssen hier in atemberaubendem Tempo über die Tasten fliegen! Und drei von uns waren damals schon mit dabei!
Weiter im Programm erinnerten wir mit dem 1. Satz der „Dalmatinischen Tänze“ an unseren Staatsmeistertitel 1993. War auch nicht grad langsam. Und weil Tangos einfach ganz eng mit dem Akkordeon verbunden ist, gab es die bekanntesten davon für das Publikum. Wie es bei uns schon Tradition ist, wurde auch ein „klassisches“ Stück aufgeführt: heuer war „Gold und Silber“ von Franz Léhar sehr passend zum Jubiläum.
Der Abschluss des ersten Teils des Konzerts gehörte wie immer dem Jugendensemble der Franz-Schubert-Musikschule Fürstenfeld. Einstudiert hat Angelika Senkl „Friends“ und „Partyplanet“. Wie bisher gewohnt, haben die Jungen es supertoll auf die Bühne gebracht und das wurde mit viel, viel Applaus bedankt.
Der zweite Teil war auch dieses Mal wieder der moderne Teil. Ein besonderes Highlight war „Born to be wild“: Johann Murg im Rocker-Outfit und Günther als Rocksänger! Wild, laut und leidenschaftlich! So manchem im Publikum dürften die Ohren durchgebrannt sein, aber es war cool! Gesanglich waren wieder Günther, Tina, Nicki und Herbert mit von der Partie. Tina und Nicki haben auch wieder amüsant und charmant durch das Programm geführt. Ihnen fällt immer wieder etwas Neues zu erzählen ein. Als besonderes Zuckerl haben wir auch unsere Festschrift zu 50 Jahre “Morino” mit unserer Geschichte, Portraits und vielen Hintergrundinfos präsentiert.
Das Konzert war auch deshalb besonders, weil etliche ehemalige „Morino“-Mitglieder teils sehr weit angereist sind, um sich wieder auf die Bühne zu setzen und gemeinsam mit uns jetzt Aktiven zu musizieren. Dann waren wir plötzlich ca 50 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Sehr aufregend war es für Johann Murgs Enkelin: sie gab bei diesem Konzert ihr Debüt bei uns auf der Querflöte.
Im Rahmen des Konzerts wurde Hans Murg vom HVÖ-Präsidenten Werner Weibert für 50 Jahre Mitgliedschaft beim HVÖ geehrt. Ein sehr berührender Moment war zudem, als Johann Murg symbolisch sein Notenarchiv an die Musikschule und die Stadt Fürstenfeld übergeben hat. Dieses Konzert war nämlich unser letzter Streich. Wir verabschieden uns von der Bühne, wir haben viel erlebt, wir sind eine Familie geworden und haben viele Freundinnen und Freunde gewonnen und wir bedanken uns bei allen, die uns so zahlreich in dieser langen, langen Zeit unterstützt und mitgewirkt haben und sagen zum Abschluss mit Tränen in den Augen „Thank you for the music” und Baba!